Samstag, 30. April 2016

Traditionelle chinesische Jiaozi - gefüllte Teigtaschen /// Traditional chinese dumplings

Der heutige Post sollte in die Geschichte meines Blogger-Dasein eingehen, denn es ist mit Abstand, der aufwendigste Post, der mich seit meinen ersten Bloggertagen verfolgt. Dabei geht es weniger um die Zubereitung der Jiaozi  - vielen wohl eher bekannt unter dem Namen "Dumplings" - sondern um die Zeit, die ich gebraucht habe, bis es endlich einen vernünftigen Post über dieses leckere Essen gibt. Unzählige Male habe ich die kleinen Dinger schon zubereitet aber jedes Mal war es nach dem Kochen zu dunkel, ich hatte keine Lust mehr oder sie sahen einfach nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Auch das Kochblog-Radio, das mich vor fast 1 1/2 Jahren zu meinem Blog interviewt hatte, erinnerte mich damals bei der Frage: "Was mein liebstes asiatisches Gericht sei?" daran, dass ich sie nun endlich verbloggen musste.








An diesem Wochenende habe ich mich nun zusammengerissen, rechtzeitig begonnen und erneut diese leckeren Jiaozi gekocht. Man kann die Teigtaschen auf unzählige Arten füllen, falten und zubereiten. Ich habe mich diesmal für eine ganz klassische Variante entschieden. Übrigens habe ich zum Beginn des Bloggens auch schon einmal einen kleinen Dumplingspost veröffentlicht. Damals hatte ich die Teigtaschen zusammen mit meiner Mutter zubereitet. Wir hatten sie mit Hackfleisch, kleinen Krabben und Pilzen gefüllt - ein Rezept war natürlich nicht dabei.







Das Zubereiten der Jiaozi macht auf jeden Fall Spaß und ich finde, dass man es besonders gut mit Freunden vorbereiten kann. Jeder kann fleißig falten und wer sich vorher im Internet ein bisschen über die verschiedenen Techniken informiert, kann bei einer Faltchallenge vielleicht sogar mit einem asiatischen Koikarpfen-Dumpling auftrumpfen.





Meine Jioazi sind da wohl eher die Faulpelvariante aber sie gefallen mir trotzdem. Damit ihr auch nachvollziehen könnt, wie die Dumplings gefaltet werden, habe ich für euch diesmal viele Bilder von der Zubereitung gemacht. Gefüllt habe ich sie dann mit Fleisch und Frühlingszwiebeln und zum Schluss im Dampfgarer zubereitet. Angebraten aus der Pfanne schmecken sie im Übrigen auch sehr gut. Vielleicht zeige ich euch das ein andersmal - und nicht erst in 2 Jahren!







Traditionelle chinesische Jiaozi

Zutaten

Für etwa 30 Stk.

200g Mehl
1 Prise Salz
100ml kochendes Wasser
1 EL Sesamöl

350g Bio-Schweinhack
3 Frühlingszwiebeln
1 kleines Stück Ingwer
2 EL Sojasoße
2 EL Sesamöl
Salz/Pfeffer
1 EL Speisestärke

Für die Soße

2 EL Sojasoße
2 EL Reisweinessig
1 EL Sesamöl
etwas Chili (wer mag)

Außerdem: Dampfgarer oder einen Dampfgareinsatz für einen Topf


Zutaten

Zuerst wird der Nudelteig vorbereitet. Dafür Mehl, Salz, Wasser und Sesamöl zu einem glatten Teig verkneten. Ich benutze am Anfang ein paar Essstäbchen, damit ich mich nicht am Wasser verbrenne. Nach kurzer Zeit könnt ihr den Teig dann mit den Händen kneten. Er sollte nicht klebrig und zu trocken sein. Wickelt ihn dann an Frischhaltefolie und lasst ihn für etwa 30min im Kühlschrank ruhen.

In der Zwischenzeit wird die Füllung vorbereitet. Dafür die Frühlingszwiebeln waschen, die Wurzel entfernen und den Rest in feine Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und sehr fein hacken. Dann zusammen mit den restlichen Zutaten vermischen und im Kühlschrank ziehen lassen.

Nun wird der Teig zu einer Rolle mit einem Durchmesser von etwa 2,5cm ausgerollte. Teil ihn in 30 gleichgroße Portionen - wie auf dem Bild oben zu sehen ist. Den wird jede Portion möglichst dünn und kreisförmig auf einer bemehlten Fläche ausgerollt. Sie sollten dabei etwa einen Durchmesser von 8-10cm bekommen. Ich steche nun noch einmal Kreise aus, damit es nachher "ordentlicher" aussieht aber das ist kein Muss. Die Teigfladen werden nun unter einer Frischhaltefolie gestapelt. Achtet aber darauf, dass die gut bemehlt sind, da sie sonst aneinander kleben!

Wenn ihr alle Portionen ausgerollt habe, geht's ans Formen der Jiaozi. Das ist gar nicht so schwer und vielleicht helfen euch die Bilder oben im Post. Nehmt einen Teigfladen in die Hand und fügt etwa 1 1/2 TL der Füllung in die Mitte. Dann feuchtet ihr eine Randhälfte mit etwas Wasser an und faltet den Jiaozi in der Hälfte zusammen. Nun wird er fächerartig gefaltet, damit er sich nicht öffnet. Drückt dafür einfach zwei Finger in die entgegengesetzte Richtung - Übung macht den Meister. Wenn ihr fertig seid, legt den Jiaozi auf eine bemehlte Fläche und deckt ihn mit einem Küchenhandtuch oder Frischhaltefolie ab.

Sobald alle Jiaozi geformt sind, werden sie für 20-25min im Dampfgarer gegart. Legt aber vorher unter jeden Jiaozi ein kleines Stück Backpapier, da sie sonst am Dampfgarer kleben. Wer mag, kann statt des Backpapieres auch Chinakohlblätter nehmen. Diese kann man vorher übrigens auch gut in die Füllung hineingeben.

In der Zwischenzeit rührt ihr euren "Dip" an. Dafür einfach alle oben genannten Zutaten miteinander verrühren. Schon sind die chinesischen Teigtaschen fertig!